Abbruch von Remisen und Hallen in Berlin-Friedrichshain

In Berlin-Friedrichshain führte REVICON den vollständigen Abbruch mehrerer Remisen und Hallen auf einem ehemaligen Gewerbegrundstück durch. Ziel des Projekts war die komplette Freimachung der Fläche zur späteren Neubebauung.

Die vorhandenen Gebäude waren über Jahrzehnte gewerblich genutzt worden und wiesen dementsprechend verschiedene Bauzustände und Materialien auf – von Mauerwerk über Stahlbeton bis hin zu Holzelementen und älteren Dachkonstruktionen.

Das Projekt wurde von Anfang an detailliert geplant, da sich das Grundstück mitten in einem dicht bebauten Berliner Stadtgebiet befand. Die Arbeiten mussten daher nicht nur effizient, sondern auch unter besonderer Rücksicht auf Anwohner, Verkehr und Umwelt durchgeführt werden.

Abbruch Berlin

Kurzüberblick

Ausgangssituation und Planung

Die Remisen und Hallen stammten größtenteils aus den 1960er- und 1970er-Jahren und dienten früher als Lager- und Werkstattflächen. Im Laufe der Jahre waren mehrere Anbauten hinzugekommen, wodurch sich unterschiedliche Bauweisen und Materialkombinationen ergaben.

Eine klassische Herausforderung beim Rückbau solcher Altbauten ist die genaue Erfassung der vorhandenen Bausubstanz, da Baupläne oft nicht mehr vollständig vorliegen. Bevor die eigentlichen Abbrucharbeiten begannen, erfolgte daher eine umfassende Bestandsaufnahme.

Hierbei wurden tragende Bauteile, Fundamenttiefen, Wandstärken und Dachaufbauten dokumentiert. Gleichzeitig fand eine Schadstoffprüfung statt, um eventuelle Belastungen durch alte Baustoffe – etwa asbesthaltige Platten, KMF-Dämmungen oder teerhaltige Anstriche – auszuschließen.

Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen konnte das Rückbaukonzept erstellt und mit dem Auftraggeber abgestimmt werden. Dieses Konzept definierte die Reihenfolge der Abbruchabschnitte, die Trennstellen, die Materialsortierung sowie die Zwischenlagerung und den Abtransport.

Durchführung der Abbrucharbeiten

Die eigentlichen Abbrucharbeiten erfolgten abschnittsweise, um die Baustelle trotz beengter Platzverhältnisse sicher und geordnet abwickeln zu können. Zum Einsatz kamen dabei verschiedene Maschinen, unter anderem ein Kettenbagger mit Sortiergreifer, ein Kompaktbagger für die engeren Bereiche sowie diverse Handgeräte für selektive Rückbauarbeiten.

Zunächst wurden die Dach- und Wandverkleidungen entfernt, anschließend folgten die Stahl- und Betontragwerke. Ein Teil der alten Fundamentplatten wurde auf Wunsch des Auftraggebers im Boden belassen, um sie später in die neue Baugrundplanung einzubeziehen.

Alle Abbruchmaterialien wurden sortenrein getrennt: Beton, Mauerwerk, Holz, Stahl und sonstige Baustoffe wurden einzeln gesammelt und entsprechend der Vorgaben der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) entsorgt oder verwertet.

Während des gesamten Rückbaus galt ein besonderes Augenmerk der Staub- und Lärmemission. Daher wurden die Arbeiten mit Wasserbenebelung durchgeführt, und alle Transporte fanden mit geschlossenen Containern statt. So konnte die Belastung für die Umgebung auf ein Minimum reduziert werden.

Organisation und Sicherheit

Der Rückbau fand auf einem Grundstück statt, das unmittelbar an eine öffentliche Straße und angrenzende Wohngebäude grenzt. Das bedeutete: Sicherheit hatte oberste Priorität.

Die Baustelle wurde vollständig eingefriedet, und der Zugang war ausschließlich für befugtes Personal erlaubt. Alle Mitarbeiter waren mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ausgestattet, und der laufende Baustellenverkehr wurde regelmäßig überwacht.

Da sich das Gelände in einem urbanen Umfeld befand, wurden die Arbeitszeiten in Abstimmung mit den Behörden festgelegt, um Lärmbelästigungen zu vermeiden. Auch die Entsorgungslogistik wurde präzise abgestimmt: Containerwechsel und Materialabtransporte erfolgten ausschließlich in definierten Zeitfenstern.

Die enge Abstimmung zwischen Bauleitung, Auftraggeber, Entsorgungsunternehmen und beteiligten Fachgewerken sorgte für einen reibungslosen Ablauf – das Projekt wurde termingerecht und ohne Zwischenfälle abgeschlossen.

Projektdaten

Ort Berlin-Friedrichshain
Leistung Vollständiger Rückbau mehrerer Remisen und Hallen
Bauweise Mauerwerk und Stahlbeton
Leistungsumfang Abbruch, Sortierung, Entsorgung, Flächenfreimachung
Projektdauer ca. 5 Wochen
Maschinen Kettenbagger mit Sortiergreifer
Besonderheiten Innenstadtlage, begrenzte Fläche, Lärm- und Staubschutz, EBV-konforme Entsorgung

Fazit

Mit dem Abbruch der Remisen und Hallen in Berlin-Friedrichshain wurde ein weiteres innerstädtisches Areal erfolgreich für eine neue Nutzung vorbereitet. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wichtig eine sorgfältige Planung, erfahrene Fachkräfte und nachhaltige Entsorgungswege im modernen Abbruchwesen sind.

REVICON konnte einmal mehr unter Beweis stellen, dass selbst komplexe Rückbauten im städtischen Raum sicher, effizient und umweltgerecht umgesetzt werden können.