Rückbau Betonfertigteilwände in Berlin-Mahlsdorf – Schneidetechnik in Nachtschicht

In Berlin-Mahlsdorf realisierte REVICON den selektiven Rückbau von über 2.000 m² Betonfertigteilwänden in einem etablierten Baufachmarkt – komplett bei laufendem Geschäftsbetrieb. Über mehrere Bauabschnitte zwischen 2025 und 2026 wurden die massiven Wandelemente zurückgebaut, ohne den Verkauf, die Mitarbeiter oder die Warenlogistik zu beeinträchtigen.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie REVICON anspruchsvolle Rückbauaufgaben unter erschwerten Bedingungen termintreu, lärmoptimiert und sicher umsetzt – auch an sensiblen Standorten mit besonderen Anforderungen an Logistik und Betriebsabläufe.

Eine zentrale Herausforderung lag in der Kombination aus Lärmschutz, Statik und Logistik: massive Betonfertigteile mussten in einem voll möblierten und betriebenen Verkaufsraum demontiert werden – ohne klassische Abrissmethoden einsetzen zu können.

Rückbau Betonfertigteilwände Berlin-Mahlsdorf – Schneidearbeiten
Demontage einer Betonfertigteilwand mit Stapler in Mahlsdorf
Sortenreine Trennung von Beton und Bewehrungsstahl

Kurzüberblick

Ausgangssituation und Planung

Der Auftraggeber – ein etablierter Baufachmarkt in Berlin-Mahlsdorf – plante eine umfassende Umstrukturierung seiner Verkaufsfläche. Die bestehenden Betonfertigteilwände sollten vollständig zurückgebaut werden, um Platz für eine neue Innenraumgestaltung zu schaffen.

Die zentrale Anforderung: Der Geschäftsbetrieb durfte zu keinem Zeitpunkt unterbrochen werden. Eine Schließung wäre wirtschaftlich nicht tragbar gewesen, gleichzeitig erlaubten weder Lärm noch Staub die übliche Vorgehensweise eines klassischen Abrissprojekts.

Vor Beginn des Abbrucharbeiten in Berlin wurde gemeinsam mit dem Auftraggeber ein detailliertes Abschnittskonzept entwickelt. Dieses definierte die genaue Reihenfolge, in der die Wandflächen zurückgebaut werden, die jeweiligen Zeitfenster für Tag- und Nachtarbeiten, die logistischen Wege für Materialabtransport sowie Schutzmaßnahmen für angrenzende Verkaufsbereiche.

Statisch wurden alle Eingriffe vorab geprüft, um sicherzustellen, dass die Demontage einzelner Wandelemente keine Auswirkungen auf die übrigen Bauteile des Gebäudes hat.

Durchführung der Abbrucharbeiten

Die Arbeiten wurden konsequent in zwei Schichten aufgeteilt: Lärmintensive Sägearbeiten erfolgten ausschließlich in der Nachtschicht außerhalb der Geschäftszeiten. Tagsüber konnten ergänzende Demontage- und Logistikaufgaben stattfinden, ohne den Verkauf zu beeinträchtigen.

Statt klassischer mechanischer Abbruchverfahren setzte REVICON gezielt auf Schneidetechnik. Diese Methode ist deutlich leiser und erlaubte eine kontrollierte, präzise Demontage – auch in unmittelbarer Nähe zu Verkaufsregalen und sensiblen Bereichen.

Für die raumhohen Betonfertigteile kam eine Kombination aus Stapler und Scherenbühne zum Einsatz. Diese Geräte ermöglichten:

– sicheres Aushebeln und kontrolliertes Absenken auch schwerer Wandelemente
– präzises Arbeiten bis unter die Deckenhöhe
– minimaler Platzbedarf in den teils engen Verkaufsgängen

Direkt vor Ort wurden alle Materialien sortenrein getrennt: Beton, Bewehrungsstahl und Anbauteile wurden separat erfasst und der Verwertung zugeführt – konform zur Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Dadurch konnte ein hoher Recyclinganteil erzielt werden.

Der Abriss erfolgte staubarm durch konsequente Wasserbenebelung. Alle Transporte fanden mit geschlossenen Containern statt, um die Belastung für das Verkaufsumfeld auf ein Minimum zu reduzieren.

Organisation und Sicherheit

Die Baustelle befand sich mitten im aktiven Geschäftsbetrieb eines Baufachmarkts – mit täglichem Kundenverkehr, Mitarbeitenden und Lieferlogistik im selben Gebäude. Sicherheit und klare Abgrenzung der Arbeitsbereiche hatten daher oberste Priorität.

Die jeweiligen Arbeitsabschnitte wurden vollständig vom Verkaufsbereich getrennt. Zugang hatten ausschließlich befugte REVICON-Mitarbeiter, alle ausgestattet mit vollständiger persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Der Übergabe-Status nach jedem Bauabschnitt wurde dokumentiert und gemeinsam mit dem Auftraggeber abgenommen.

Die Arbeitszeiten wurden eng mit der Marktleitung abgestimmt: Lärmarme Tätigkeiten tagsüber, Sägearbeiten ausschließlich in den Nachtstunden. Containerwechsel und Materialabtransporte erfolgten in definierten Zeitfenstern, um Lieferverkehr und Kundenströme nicht zu stören.

Die enge Abstimmung zwischen Bauleitung, Marktleitung, Entsorgungspartnern und Schichtteams sorgte für einen reibungslosen Ablauf – das Projekt wurde termingerecht und ohne Zwischenfälle umgesetzt.

Projektdaten

Ort Berlin-Mahlsdorf (Marzahn-Hellersdorf)
Leistung Selektiver Rückbau von Betonfertigteilwänden bei laufendem Betrieb
Bauweise Betonfertigteile, raumhohe Wandelemente
Volumen Über 2.000 m² Wandfläche
Projektdauer Mehrere Bauabschnitte 2025–2026
Maschinen & Technik Stapler, Scherenbühne, Diamantseil- und Trennsägen
Besonderheiten Laufender Geschäftsbetrieb, Sägearbeiten in Nachtschicht, lärmoptimierter Rückbau, EBV-konforme Materialtrennung

Fazit

Das Mahlsdorf-Projekt zeigt exemplarisch, was REVICON von klassischen Abbruchunternehmen unterscheidet: die Fähigkeit, anspruchsvolle Rückbauten unter erschwerten Bedingungen zu realisieren – termintreu, lärmoptimiert und ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs.

Über 2.000 m² Betonfertigteilwände wurden in mehreren koordinierten Bauabschnitten zurückgebaut, ohne dass der Baufachmarkt auch nur einen Tag schließen musste. Die Kombination aus Schneidetechnik, Nachtschicht-Logistik und präziser Abschnittsplanung sorgte dafür, dass Kunden, Mitarbeitende und Warenlogistik vom Rückbau praktisch nichts mitbekamen.

REVICON konnte erneut unter Beweis stellen, dass komplexe Rückbauprojekte in sensiblen Umgebungen sicher, effizient und vor allem kunden- und betriebsverträglich umgesetzt werden können.